Neuigkeiten außerhalb der Presseinformationen

Funk verteidigt WM-Titel

WM-Titel im Einzel und in der Mannschaft

Text: Uta Büttner, Beitragsfoto: Thomas Lohnes

Ricarda Funk rast als letzte Finalisten bei den Weltmeisterschaften in Augsburg zu Gold auf dem ausverkauften Eiskanal am heutigen Samstag.

Mit dem Sieg vor heimischen Publikum holt Olympiasiegerin Funk nach 2021 im tschechischen Bratislava erneut den Weltmeistertitel. „Die Zuschauer waren unglaublich. Sie haben schon angefangen zu jubeln, da war ich noch gar nicht gestartet“, sagte die 30-Jährige. Dabei war es teilweise schwierig für die Deutschen, sich bei den vielen Fans mit gutem Zureden und Autogrammwünschen auf ihren Wettkampf zu konzentrieren. „Aber am Ende haben sie uns beflügelt. Sie haben uns mit runtergetragen“, sagte Funk. Klar war, dass sie ihre Halbfinalzeit toppen mussten, denn die Australierin Fox hatte diese bereits unterboten und führte bis zum Start von Funk, die als Halbfinalschnellste zuletzt startete. „Ich hatte sowas am Start gehört. Aber ich dachte dann, das ist mir egal, ich konzentriere mich auf meinen Lauf.“ Zwischenzeitlich und auch noch beim Zieleinlauf war nicht sicher, ob vielleicht noch zwei Strafsekunden wegen einer Torstabberührung auf die Endzeit addiert werden. Angezeigt an der Tafel wurde das durch ein Sternchen. Aber davon ließ sich die Deutsche nicht beeindrucken, „das hatte ich gar nicht mitgekriegt“, sagte sie lachend und außerdem, so ergänzte sie, „war ich mir sicher, dass ich save war.“

Teamkollegin Elena Lilik (KS Augsburg) holt WM-Bronze. Silber gewinnt Jessica Fox aus Australien. Die deutschen Kajak-Halbfinalisten Hannes Aigner (Augsburger KV) und Stefan Hengst (KR Hamm) verpassten den WM-Finallauf.

WM-Mannschaftssieger 2022 Lillik, Schornberg, Funk.

Bereits bei den Mannschaftsläufen konnte Funk mit Elena Lillik und Jasmin Schornberg Gold einfahren. Damit gingen zwei WM Titel an die Rheinländerin.

Ricarda wird in Augsburg zur Sportlerin des Jahres gewählt

Am Mittwochabend holte die Stadt Augsburg ihre in den Jahren 2020 und 2021 aus Pandemiegründen abgesagten Sportlerehrungen nach. Und auch der Verein Allgäuer Sportpresse präsentierte seine Wahl zum Sportler, zur Sportlerin und zur Mannschaft des Jahres: Ricarda wurde, obwohl mit Kreuznacher Startberechtigung, zur Sportlerin des Jahres gewählt. Ricarda ist sogenannte „Wahl-Augsburgerin“, aber aus dem Rheinland stammend, weshalb es auch einen deutlichen Hinweis auf ihre Heimat im Kreis Ahrweiler und die Folgen der Flutkatastrophe gab. Kajakfahrerin Elena Lillik belegte Platz zwei. Bei den Männern entschied Canadierfahrer Sideris Tasiadis die Wahl für sich. Kajakspezialist Hannes Aigner wurde zweiter. Damit dominieren die Kanuten in der Sportstadt Augsburg erstaunlich deutlich die Sportszene. Vielen Dank an die Stadt Augsburg für die herzliche Aufnahme von Ricarda in die große Sportfamilie.

Ricarda Funk: Sieg in Augsburg

Ricarda Funk gelingt die Generalprobe auf der diesjährigen WM-Strecke. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Kajak-Einer strahlte nach ihrem Finallauf. „Es war ein fast optimaler Lauf“, sagte die 30-Jährige voller Freude. „Nur das letzte Aufwärtstor habe ich nicht so richtig gut erwischt. „Ich bin happy, dass mir so ein Lauf gelungen ist. Aber das muss immer wieder aufs Neue geschafft werden.“ Funk gewann mit rund 8 Sekunden Vorsprung. Stefanie Horn aus Italien paddelt auf Rang zwei.  Dritte wurde Teamkameradin Elena Lilik. Foto: Ricarda mit WM-Maskottchen „Gustl“. Die diesjährige WM findet vom 26. bis 31. Juli auf der Olympiastrecke von 1972 statt, 50 Jahre nach den Spielen von München. Foto von Thomas Lohnes.

Erstes Boot signiert

Olympiasiegerin Ricarda Funk hat am vergangenen Samstag in ihrem ersten Verein (WSV Remagen) ihr erstes Boot signiert. Der Verein hatte das Sportgerät über Jahre sorgsam aufbewahrt. „Das gibt es wohl kaum ein weiteres Mal, dass ein Kinderboot so lange überlebt“, staunte Funk. Zumal das Boot bereits damals schon ein echter Oldi war. „Die Konstruktion aus dem Jahr 1981 wurde von den Ingenieuren besonders flach gestaltet, weshalb sich das Boot auch gut als Kinderboot eignete“, erklärte die Rheinländerin. Mit ihrem Oldtimer gewann die damals 10-jährige 2002 ihre erste Deutsche Schülermeisterschaft im bayrischen Rosenheim für den Wassersportverein Remagen. 19 Jahre später – 2021 – holte sie (jetzt mit Top-Material) bei den Olympischen Spielen in Tokio die Goldmedaille im Kanuslalom und wurde im gleichen Jahr Weltmeisterin. Der Verein beabsichtigt, das Kajak im Clubraum auszustellen.
(THF)

Stürmischer Saisonstart auf La Réunion

Olympiasiegerin Ricarda Funk startet mit einem Sieg in die Saison 2022. Die gebürtige Ahrweilerin hatte sich bereits einige Wochen zuvor in dem französisches Übersee-Département auf die kommende Wettkampfserie vorbereitet. Rund 150 Starterinnen und Starter aus zehn Nationen hatten sich zur ersten internationalen Standortbestimmung auf der etwa 700 km östlich von Madagaskar gelegenen Vulkaninsel getroffen. Funk gewann erwartungsgemäß mit etwa 2,38 Sekunden Vorsprung vor ihren Teamkolleginnen Elena Lilik (Augsburg) und Andrea Herzog (Leipzig).
Der Wettkampf fand unter den Ausläufern des Zyklons Batsirai statt. Dieser Sturm hatte in den vergangenen Tagen für allerhand Wirbel und Trainingsunterbrechungen gesorgt.

85,44 (2) R. Funk
87,82 (0) E. Lillik
88,87 (0) A. Herzog

Sporthilfe: Ricarda Funk ist Sportlerin des Monats

Ricarda Funk ist von den rund 4.000 Sporthilfe-geförderten Athlet:innen zur „Sportlerin des Monats“ Juli gewählt worden. Ihr Olympiasieg im Einer-Kajak war sowohl sportlich als auch emotional einer der bisherigen Höhepunkte der diesjährigen Olympischen Spiele. Mit ihrem Erfolg im Wildwasserkanal gewann die 29-Jährige aus dem Ahrtal Deutschlands erste Goldmedaille in Tokio und sendete damit ein Signal der Hoffnung in ihre vom Hochwasser verwüstete Heimat.

Platz zwei bei der Wahl „Sportler:in des Monats“ belegen die Silbermedaillengewinner aus dem Deutschlandachter. Das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes ist seit Jahren ein Medaillengarant und musste sich in Tokio nur den Neuseeländern geschlagen geben. Silber gewann auch der Drittplatzierte der Juli-Wahl, Eduard Trippel. Der 24-jährige Judoka aus Rüsselsheim drang trotz schwerer Auslosung bis ins Finale vor und verlor sein Lächeln dort nur für einen kurzen Moment, ehe die Freude über die erkämpfte Silbermedaille Oberhand gewann.

Auf den weiteren Plätzen folgt der leichte Doppelzweier Rommelmann/Osborne, Silbermedaillengewinner in Tokio, die Gold-Equipe im Dressurreiten, sowie Jessica von Bredow-Werndl und Isabell Werth, die in der Einzelkonkurrenz Gold und Silber für Deutschland gewinnen konnten. Nominiert waren im Juli alle Gold- und Silbermedaillengewinner:innen der Olympischen Spiele in Tokio.

Ergebnis:

1. Ricarda Funk/Kanuslalom: 39,7%

2. Deutschlandachter/Rudern: 16,6%

3. Eduard Trippel/Judo: 12,3%

4. Jonathan Rommelmann und Jason Osborne/Rudern: 10,2%

5. Dressur-Mannschaft/Reiten: 9,7%

6. Jessica von Bredow-Werndl/Dressurreiten: 8,4%

7. Isabell Werth/Dressurreiten: 3,3%

Gewählt wird der:die „Sportler:in des Monats“ von den rund 4.000 geförderten Athlet:innen der Deutschen Sporthilfe – unterstützt von der Athletenkommission im DOSB und SPORT1. Präsentiert wird die „Sportler:in des Monats“-Wahl vom Nationalen Förderer Allianz.

Weitere Informationen unter: www.sporthilfe.de/

Fotografin des Beitragsbildes; Marianne Stenglein

Begrüßung in Augsburg

Empfang in Augsburg, mit dem Autokorso durch die Fuggerstadt

Am Dienstagnachmittag wurden  Slalom-Kanuten Ricarda Funk, Sideris Tasiadis und Hannes Aigner in Augsburg empfangen. Mit dem Autokorso ging durch Augsburg entlang der applaudierenden  Fans. Vor dem Rathaus fand die  Oberbürgermeisterin Eva Weber die passenden Worte. Ricarda zeigte sich ganz gerührt: „Das habe ich so nicht erwartet. Es ist unbeschreiblich und toll, wie mich Augsburg mit offenen Armen empfängt.“ Anschließend ging es dann weiter zum Brauhaus Riegele. Hier eine bezeichnende Geste der Olympiasiegern von 1992 Elisabeth Micheler-Jones: Lisel zeichnete ihre „Wachablösung“ Ricarda mit einem individuellen Schmuckstück aus: Ein Artefakt in Kajakform, in der Art, wie sie es selbst nach ihrem Olympiasieg 92 erhielt.

Ein großes Lob an die Organisatoren und besonders an Fee Maxeiner, die ihrem Vornamen alle Ehre macht.

Empfang in der Heimat

Der Stadtbürgermeister und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Breisig, Marcel Caspers, gratuliert zum olympischen Gold. Nach ihrem Olympiasieg in Tokio ist Ricarda zurück in Bad Breisig und wurde von unserem Stadtoberhaupt am Elternhaus empfangen. Bruder Alexander hatte über Nacht Autogrammkarten entworfen, die am frühen Morgen vom Druckhaus-Fuck produziert wurden. Ricarda konnte die erste Karte aus dem vor wenigen Minuten zuvor erstellten Kartensatz überreichen. 1 aus Serie 1 von 200; quasi Druckfrisch!

JETZT haben wir eine Olympionikin – Gold in Tokio

Ricarda holt olympisches Gold in Tokio im Kajak der Frauen und vor allem das erste Gold für das deutsche Team überhaupt. Besonders in dieser Situation ist diese Medaille ein echter Sonnenschein. Ein kleiner Patzer bei Tor 15 zu 16. Den hat Rici aber wieder gut ratsgepaddelt. Ein Dankeschön auch an alle, die mit auf diesem Weg gearbeitet haben. Walter Senft, Jenny Apel und Christian Bahmann als ehemalige D-Kaderleiter, Jürgen Schubert als Disziplintrainer der Juniorinnen bei Wettkämpfen mit der Nationalmannschaft, Stefan Henze und schließlich Thomas Apel als Bundestrainer der Frauen. Nicht zu vergessen der Cheftrainer Klaus Pohlen und der ehemalige Cheftrainer Michael Trummer oder unser Sportpsychologe Kai Engbert. Und alle die im Hintergrund ihren Job machen wie die Sportwissenschaftler Christian Kaeding oder Michael Keim und viele mehr. Man sieht – das Team ist ganz schön groß, um eine kleine Medaille zu paddeln… die Liste würde noch um einiges länger gehen…

Thomas Apel

Vielen Dank an Thomas Apel! Wenn im Kanusport ein Trainer „baden geht“, dann wurde er nicht gefeuert, sondern hat mit seinen Sportlern einen WM-Titel oder einen Olympiasieg eingefahren. Traditionell wird der Coach dann ins Wasser geschmissen. So auch in Tokio nach Ricardas Goldlauf. Wobei das vermeintlich kühle Bad keines war, denn die Wassertemperatur war zuweilen heißer als die Luft. Vielen Dank an Thomas Apel für die gute und fürsorgliche Arbeit.

Touch down – happy landing

Ankunft in Frankfurt. Gelandet und vom KSV Bad Kreuznach mit Jubel empfangen, dazu haben sich ein paar Japaner mit eingereiht, die zufällig vorbeikamen. Eine schöne Geste. Nach dem Empfang ging es sofort zu den ersten Presseterminen.

Funk steht im Halbfinale der OS in Tokio

Ricarda Funk gewinnt den ersten Qualifikationslauf im Kajak der Frauen. Sie konnte sich souverän im ersten Anlauf auf der schwierig gefangenen Strecke für das Halbfinale qualifizieren. Taktisch klug hat sich Rici durch den Stangenwald geschlängelt. Lediglich zwei Strafsekunden bei einer Rückwärtsdrehung in einem sonst präzisen Lauf.

Die Endabrechnung der Qualifikationsläufe geht Nach dem zweiten lauf dann (wie fast schon gewohnt) zugunsten der Australierin Jessica Fox aus. Funk steht damit auf Platz zwei im Halbfinale. Teamkollege Sideris Tasiadis ist mit Rang drei im Rennen der Einercanadier ebenfalls weiter. Damit ist für beide die erste Hürde geschafft. (Bei den Qualifikationsrennen kommt der jeweils beste Lauf in die Wertung)

Wie gehts weiter?

Morgen hat Sid um 07:00 sein Halbfinale. Die Finalrennen beginnen um 08:45.Die Frauen Kajak sind am Dienstag um 0700 dran, ab 0915 finden die Finalläufe statt. Die Canadier Frauen mit Andrea Herzog starten in die Qualifikation ebenfalls am Dienstag um 06:00, die Männer Kajak (Hannes Aigner) um 06:47.

Die Sportler haben im Moment besonders mit den Temperaturen zu kämpfen, denn auch die Wassertemperatur ist mittlerweile aufgeheizt und bietet keinerlei Abkühlung. Die Betreuer versuchen mit Kühltüchern Erholung zu verschaffen. Am Dienstag geht es weiter mit den Halbfinale- und Finalläufen.

Good Morning Tokio – Qualifikationsläufe am morgigen Sonntag

Qualifikationsläufe am morgigen Sonntag 

Ricarda (KSV Bad Kreuznach) muss sich morgen einem qualitativ hochwertigen Starterfeld stellen. 

Zum Beispiel der Australierin Jessica Fox, sie ist die zweifache Olympiamedaillengewinnerin, die nach Londoner Silber und Rio-Bronze ihrer Kollektion das fehlende Gold hinzufügen möchte.

Am Start sind auch die amtierende Weltmeisterin Eva Tercelj aus Slowenien und die Olympiasiegerin Maialen Chourraut (Spanien).

Zum Feld am Sonntag gehört weiterhin die jüngste Paddlerin Tokios, die Amerikanerin Evy Leibfarth. Die 17-Jährige gewann Anfang des Monats den Junioren-Weltmeistertitel.

Im Einercanadier geht zunächst der Silbermedaillengewinner von London, Sideris Tasiadis an den Start. Der Augsburger hatte sich in letzter Minute für Tokio qualifiziert. Nun fährt er als erster Deutscher über die Startlinie. Wir können Sideris um 06:00 unserer Zeit im Fernsehen und Live-Stream sehen. 

Interview mit Ricarda:

https://www.eurosport.de/kanu/olympia-tokio-2020/2021/kanutin-ricarda-funk-nach-gold-bei-wm-und-em-jetzt-olympiasieg-im-visier_vid1464424/video.shtml

Live-Streams:

https://www.zdf.de/sport/olympia/kanu

Wer noch im traditionellen Broadcasting schaut, hier übertragen jeweils ARD und ZDF im Wechsel: Sonntag 06:00 Herren CI; ab 06:47 Damen KI

Zeitplan und Ergebnisse – Kanu/Kayak-Slalom | Olympia Tokio 2021 (eurosport.de)

Alle Livestreams von Olympia 2021 – live aus Tokio | Sportschau – sportschau.de/olympia – Live

Funk holt EM-Bronze

Ricarda Funk hat EM-Bronze im italienischen Ivrea gewonnen. Nach einem guten Einstieg ins Rennen blieb sie einmal kurz mit dem Paddel hängen, kassierte im weiteren Verlauf 4 Strafsekunden und atmete einen kräftigen Schluck Wasser ein. Zum Schluss wurde es aber noch Bronze. Dabei erhielt sie etwas Schützenhilfe von Olympiasiegerin Maialen Chourraut, die sich auf der schwierigen Strecke etwas verzettelte und damit den Weg aufs Podest frei machte.

Foto: Uta Büttner.

Flutlichttraining vor der EM im italienischen Ivrea

Nach einem Jahr Abwesenheit vom internationalen Wettkampfsport steht die DKV Slalom-Mannschaft im italienischen Ivrea am Start. Das Team ist bereits seit Sonntag im Piemont, um auf der anspruchsvollen Strecke zu trainieren. Ricarda war im Training die Fußstütze gebrochen. Der Kajakfahrer und EM-Teilnehmer Stefan Hengst hat mit seiner handwerklichen Erfahrung im Bootsbau das Problem wieder gerichtet. Die Wettkämpfe finden im Kanu-Slalom und im Boater Cross von Donnerstag bis Sonntag statt. 

Fotografie von Franz Anton.

Drei Siege in Folge bei Sichtungsrennen

Der Deutsche Kanu-Verband hat für die kommenden Europameisterschaften drei Sichtungsrennen im Kanupark Markkleeberg durchgeführt. Olympiastarterin Ricarda Funk konnte mit drei Siegen in Folge ihren Startplatz erneut bestätigen. Insgesamt zeigte sich die Kajakspezialistin jedoch nicht zufrieden. Im ersten Rennen „parkte“ sie kurz in einer Rücklaufströmung ein, im Finalrennen hatte sie ebenfalls einen kleinen Schnitzer. „Solche Fehler kann ich auf der EM nicht bringen“, resümierte die Rheinländerin selbstkritisch. „Ich bin auf einem guten Weg, aber es gibt noch etwas Arbeit. Insgesamt freue ich mich aber auf die EM, der erste internationale Wettkampf seit einem Jahr“. Den noch offenen Startplatz im EM-Frauentrio wird die Leipzigerin Cindy Pöschel belegen. Zweites Boot wird Elena Apel aus Augsburg sein. Die Europameisterschaften sollen vom 6.5 – 9.5.2021 im italienischen Ivrea stattfinden.

https://www.canoe-europe.org/calendar/2021-eca-canoe-slalom-european-championships-143

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Canoe Slalom - Training Session Von: Thomas Lohnes Personen: Ricarda Funk

Start in die Saison 2021

Die Slalomkanuten treten in das spezifische Training ein. Am 30. Januar fliegen die für Olympia Qualifizierten auf die Insel La Réunion, ein französisches Übersee-Département im Indischen Ozean, um ihren ersten Warmwasser-Lehrgang in diesem Jahr zu absolvieren. Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) hat sich erstmalig für diesn Ort entschieden, da aufgrund der coronabedingten Einschränkungen andere Länder nicht infrage kamen, erklärte Chef-Bundestrainer Klaus Pohlen. 

„Der allgemeine Vorbereitungsblock ist nun vorbei. Wir müssen nun sepezifische Trainingsinhalte realisieren, das bedeutet viel Technikarbeit. Dabei ist es ein Unterschied, ob man Technik bei fünf Grad oder 25 Grad Wassertemperatur absolviert.“ Denn eines ist klar, „wir trainieren planmäßig alles ausgerichtet auf Olympia“, sagt Pohlen. 

Entsprechend sieht der Fahrplan aus. Nach La Réunion fliegen die Olympia-Starter, C1-Weltmeisterin Andrea Herzog (Leipzig), Kajakfahrerin Ricarda Funk (Bad Kreuznach) und Hannes Aigner (Augsburg) sowie die Ersatzboote Elena Apel im K1 und C1 (Augsburg) sowie Tim Maxeiner (Wiesbaden). Im C1 der Herren hatten die Deutschen das Olympia-Ticket bisher verpasst. Letzte Chance darauf sind die Europameisterschaften im Mai im italienischen Ivrea. Nach La Réunion fliegt zudem auch der C1-Weltmeister von 2018, Franz Anton (Leipzig). Der Weltranglistenerste im C1, Sideris Tasiadis (Augsburg) verzichtet auf den Warmwasserlehrgang. 

Anfang April, so es die Corona-Pandemie zulässt, ist der erste Lehrgang dieses Jahres in Tokio geplant.

Text: Uta Büttner, Foto: Thomas Lohnes