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Tor verpasst

Weltcup in Prag. Von Beginn an lief es diesmal nicht bei Ricarda. Bereits am dritten Tor kassierte die Rheinländerin zwei Strafsekunden. Diese Strafzeit sollte durch Anheben des Tempos wieder herausgefahren werden. Höheres Tempo heißt auch, dass es schwieriger wird auf der Ideallinie zu bleiben und die Balance zwischen Risiko und Kontrolle zu halten. Am Tor neun war dann der Hals nicht lang genug: „Ich hatte ich mich eigentlich ganz gut zurückgekämpft. An der Schlüsselpassage drehte ich etwas zu früh und dann war nur der halbe Kopf im Tor“, erklärte Funk (Boot und Kopf müssen im Tor sein). 50 Strafsekunden bedeuteten schließlich mit Rang zehn den letzten Finalplatz. Elena Apel belegte in diesem Finale als beste Deutsche Platz sieben. Der Sieg ging an die 22-jährige Polin Klaudia Zwolinska.

Kajak-Bundestrainer Thomas Apel resümierte nach dem Kajak-Finaltag: „Es zeigte sich eindrucksvoll, wie hoch die Trauben international hängen. Wir haben heute ein bisschen experimentiert, bewusst offensive Befahrungsvarianten gewählt. Damit sind wir ein höheres Risiko gegangen. In den Ergebnissen hat sich das noch nicht niedergeschlagen, aber wir nehmen einige Lehren mit raus. Wir haben ja Gott sei Dank nächste Woche in Markkleeberg die Chance, es besser zu machen.“ 

In Richtung Olympia geschaut, sagte er: „Der Grundspeed stimmt. Es gibt noch einigen Feinheiten, die es abzustellen gilt. Ricarda fährt souverän durch alle Wettkampfphasen, Qualifikation, Halbfinale. Im Finale hat es dann diesmal leider nicht geklappt.“


Foto von Uta Büttner

Funk holt EM-Bronze

Ricarda Funk hat EM-Bronze im italienischen Ivrea gewonnen. Nach einem guten Einstieg ins Rennen blieb sie einmal kurz mit dem Paddel hängen, kassierte im weiteren Verlauf 4 Strafsekunden und atmete einen kräftigen Schluck Wasser ein. Zum Schluss wurde es aber noch Bronze. Dabei erhielt sie etwas Schützenhilfe von Olympiasiegerin Maialen Chourraut, die sich auf der schwierigen Strecke etwas verzettelte und damit den Weg aufs Podest frei machte.

Foto: Uta Büttner.

Flutlichttraining vor der EM im italienischen Ivrea

Nach einem Jahr Abwesenheit vom internationalen Wettkampfsport steht die DKV Slalom-Mannschaft im italienischen Ivrea am Start. Das Team ist bereits seit Sonntag im Piemont, um auf der anspruchsvollen Strecke zu trainieren. Ricarda war im Training die Fußstütze gebrochen. Der Kajakfahrer und EM-Teilnehmer Stefan Hengst hat mit seiner handwerklichen Erfahrung im Bootsbau das Problem wieder gerichtet. Die Wettkämpfe finden im Kanu-Slalom und im Boater Cross von Donnerstag bis Sonntag statt. 

Fotografie von Franz Anton.

Drei Siege in Folge bei Sichtungsrennen

Der Deutsche Kanu-Verband hat für die kommenden Europameisterschaften drei Sichtungsrennen im Kanupark Markkleeberg durchgeführt. Olympiastarterin Ricarda Funk konnte mit drei Siegen in Folge ihren Startplatz erneut bestätigen. Insgesamt zeigte sich die Kajakspezialistin jedoch nicht zufrieden. Im ersten Rennen „parkte“ sie kurz in einer Rücklaufströmung ein, im Finalrennen hatte sie ebenfalls einen kleinen Schnitzer. „Solche Fehler kann ich auf der EM nicht bringen“, resümierte die Rheinländerin selbstkritisch. „Ich bin auf einem guten Weg, aber es gibt noch etwas Arbeit. Insgesamt freue ich mich aber auf die EM, der erste internationale Wettkampf seit einem Jahr“. Den noch offenen Startplatz im EM-Frauentrio wird die Leipzigerin Cindy Pöschel belegen. Zweites Boot wird Elena Apel aus Augsburg sein. Die Europameisterschaften sollen vom 6.5 – 9.5.2021 im italienischen Ivrea stattfinden.

https://www.canoe-europe.org/calendar/2021-eca-canoe-slalom-european-championships-143

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Flashback – Heimtraining auf der Ahr

Die Kanu-Slalomstrecke in Sinzig war einer der Stepstones für Ricarda Funk auf dem Weg in die Weltspitze. Am Vergangenen Wochenende legte die Tokyo-Olympiateilnehmerin ihr Heimtraining auf die Ahr. „Ich fühle mich in der Zeit zurückversetzt, hier hat alles angefangen“, erklärt sie dem Pressesprecher Andreas Kranz vom WSV-Sinzig, der zusammen mit dem ersten Vorsitzenden Markus Weller das Training besuchte. Denn auf der kleinen Trainingsstrecke feilte sie als Schülerin an Technik, Kraft und Ausdauer und machte an dem in wenigen hundert Metern entfernt gelegenen Rhein- Gymnasium Sinzig ihr Abitur. „Heute ist meine eigentliche Trainigsstrecke der Eiskanal in Augsburg, wenn ich aber mal hier in meiner Heimat bin, freue ich mich auch auf die Ahr“, so Funk. „Das Ausdauertraining ist hier immer sehr anstrengend, weil Strecke recht kurz ist und man deshalb viele Drehungen einbauen und immer wieder zum Startpunkt zurückfahren muss“.

Funk wird bereits am Montag weiter in das Trainingslager nach Paris reisen, um dort auf der Olympiastrecke für 2024 zu paddeln. „Unter Corona-Bedingungen mit Test und Isolation zu trainieren ist ein hoher Aufwand“, erklärt die 29-Jährige.

Heimtraining auf der Ahr. Ricarda Funk mit Kranz und Weller vom WSV Sinzig,

Titelfoto von : Andreas Kranz vom WSV-Sinzig).

Weiterführender Link:

https://www.wsv-sinzig.de/olympionikin-ricarda-funk-trainiert-in-sinzig/
https://www.wsv-sinzig.de

Anmerkung:
Die Strecke in Sinzig entstand 2004 unter der Leitung von Peter Manheim (VFL Brohl). Die Anlage steht nur in den wasserreichen Zeiten zur Verfügung (Oktober bis März).

Wettkampf unter Coronabeschränkungen in La Réunion

Die Insel La Réunion ist ein französisches Übersee-Département im Indischen Ozean. Dieses Jahr haben die deutschen Spitzenkanuten ihr Trainingslager auf die Vulkaninsel gelegt. Seit einiger Zeit betreibt Frankreich hier eine Wildwasserstrecke, die internationalen Standards genügt und ein Wintertraining unter sommerlichen Temperaturen erlaubt.

Von Uta Büttner. Foto von F. Anton

Seit langer Zeit wieder ein internationaler Wettkampf für die deutschen Slalomkanuten, zumindest für die meisten. Möglich wurde es während des ersten Warmwasser-Lehrganges auf der Insel La Réunion, ein französisches Übersee-Département im Indischen Ozean. Viele europäische Nationen haben sich den Trainingsort herausgesucht. Die Deutschen sind das erste Mal dort. „Wir waren äußerst überrascht über die Trainingsbedingungen hier. Es ist herausragend“, sagte Chef-Bundestrainer Klaus Pohlen. 

Selbst Wettkämpfe wurden am Samstag organisiert. „Die Maßnahmen hygienischen Bedingungen sind so gut, dass wir uns hier sicher fühlen.“ Das Trainingsgelände sei abgeriegelt, Zuschauer sind nicht zugelassen, Masken werden von allen getragen und die Abstände werden eingehalten. Und ein Tag vor dem Wettkampf wurden PCR-Tests vorgenommen.

Herausragend war einmal mehr die Leistung von Ricarda Funk. Die Kajakfahrerin von Bad Kreuznach deklassierte das Feld mit sechs Sekunden Vorsprung. „Ich bin superzufrieden, dass ich nach so langer Zeit so einen tollen Finallauf hatte. Der Einstieg war ein bisschen holprig, nicht ganz so wie ich es mir vorgestellt habe. Da gab es einen kleinen Fehler, den ich aber im Finale beseitigen konnte. Ich bin megahappy, mein Finallauf war für meine Fähigkeiten nahezu perfekt“, sagte die 28-Jährige.

Speziell im K1-Herrenbereich war der Wettkampf sehr interessant, da von den Top-15-Nationen neun anwesend sind, sagte Pohlen. In den anderen Disziplinen war die Konkurrenz insbesondere in der Breite zwar nicht vergleichbar, dennoch waren Top-Leute am Start.

Zwei Podestplätze gab es für die C1-Damen. Weltmeisterin Andrea Herzog aus Leipzig wurde Zweite, musste sich der Spanierin Nuria Vilarrubla knapp geschlagen geben. Doppelstarterin Elena Apel aus Augsburg landete auf Rang drei.

Den Herren ist eine Fahrt auf ein Treppchen nicht gelungen. Der Augsburger Hannes-Aigner, Olympia-Starter im K1, und C1-Spezialist Franz Anton aus Leipzig paddelten auf den siebten Platz. Hannes Aigner: „Nachdem ich jetzt schon einige Wochen bei sehr niedrigen Temperaturen in Augsburg trainiert habe, genieße ich hier im Trainingslager in La Reunion das warme Klima. Die Kanustrecke ist anspruchsvoll genug, um hier anständig trainieren zu können. Die internationale Konkurrenz ist auch größtenteils hier, weil es in Europa momentan für die meisten keine sinnvolleren Alternativen gibt. Der Wettkampf heute war für mich in Ordnung. Er hat aber auch gezeigt, dass es noch einiges zu tun gibt. Daran wird die nächsten Wochen und Monate gearbeitet.“ 

Auch Franz Anton ist mit seinem Abschneiden zufrieden. „Der Finallauf war in großen Teilen okay, weil ich sehr sicher war. Ich hatte zwar trotzdem eine Berührung dabei, aber die Richtung stimmte,  ich muss jetzt noch ein bisschen mehr in die Schnelligkeit gehen.“ Und weil es der erste Wettkampf seit Langem war, „finde ich meinen Lauf ganz in Ordnung. Auch, dass die Puste gereicht hat, ohne dass ich zwischendrin schon gemerkt hätte: Oh, jetzt wird es wirklich hart. Das bestärkt mich darin, dass wir alles richtig gemacht haben. Jetzt freue ich mich auf die echten Wettkämpfe.“

Kajakfahrer Tim Maxeiner (Wiesbaden) hatte Pech und landete wegen zwei Torstabberührungen auf Rang 15. „Wir sind den Wettkampf nach einer harten Trainingswoche komplett aus der Belastung und ohne entsprechende Vorbereitung gefahren. Unter diesen Umständen bin ich vor allem mit meinen reinen Fahrzeiten zufrieden. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden diesen in den kommenden Wochen fortsetzen.“

Die Sportler sind auch mit dem Training sehr zufrieden. So sagte Tim Maxeiner: „Bisher läuft das Trainingslager sehr gut. Die Bedingungen sind hervorragend. Wir können hier sehr gut in das spezifische Wildwassertraining einsteigen, nachdem die vergangenen Monate das Grundlagentraining im Vordergrund stand.“ Zudem, so Franz Anton, habe die Strecke internationales Niveau. Lediglich „die klimatischen können einem natürlich manchmal zu schaffen machen, wenn man eine anstrengende Einheit macht.“ Denn, es sind 35 Grad Luft- und Wassertemperatur. Eines ist sich der Leipziger sicher, „ich finde es aber sehr gut hier und es wird auch etwas für die Saison bringen.“

Chef-Bundestrainer Klaus Pohlen ist mit dem bisherigen Verlauf in La Réunion zufrieden. Gemeinsam mit den Trainingswissenschaftlern soll nun auch eine Wettkampfanalyse vorgenommen werden. Die Probleme wurden erkannt, „wir wissen, woran wir noch arbeiten müssen.“ Aber, so betonte er, „wir sind im Plan.“

Ergebnisse La Réunion Open am 6. Februar 2021

K1 Damen

1Funk, RicardaGER87,4 (0)
2Pacierpnik, NatilaPOL93,6 (0)
3Zwolinska, KlaudiaPOL93,6 (0)
5Apel, ElenaGER94,7 (0)

C1 Damen

1Vilarrubla, NuriaESP99,16 (0)
2Herzog, AndreaGER99,23 (0)
3Apel, ElenaGER99,3 (2)

K1 Herren

1Dougoud, MartinSUI81,26 (0)
2Quemeneur, MaloFRA82, 34 (0)
3Degennaro, GiovanniFRA82,43 (0)
7Aigner, HannesGER83,48 (0)
15Maxeiner, TimGER83,18 (4)

C1 Herren

1Jegou, LiamIRE87,76 (0)
2Thomas, MartinFRA87,91 (2)
3Elosegi, AnderESP89,55 (0)
7Anton, FranzGER93,22 (2)
www.kanu.de

Canoe Slalom - Training Session Von: Thomas Lohnes Personen: Ricarda Funk

Die Medaillen sind im Schnee vergraben

Ricarda Funk im Interview mit dem SWR. Der 6-Stufen Test im Rahmen der Leistungsdiagnostik ist eine wichtige Standortbestimmung im Wintertraining. „Das sind sechs Durchgänge im Boot auf flachem Wasser, jeder Lauf so um die fünf Minuten lang“, beschreibt die Sportsoldatin der Bundeswehr ihren Einsatz. Dabei ist der Blick deutlich auf Olympia gerichtet. Das ganze Interview auf SWR:

https://www.swr.de/sport/mehr-sport/artikel-ricarda-funk-meisterlich-100.html

Foto. T. Lohnes

Canoe Slalom - Training Session Von: Thomas Lohnes Personen: Ricarda Funk

Start in die Saison 2021

Die Slalomkanuten treten in das spezifische Training ein. Am 30. Januar fliegen die für Olympia Qualifizierten auf die Insel La Réunion, ein französisches Übersee-Département im Indischen Ozean, um ihren ersten Warmwasser-Lehrgang in diesem Jahr zu absolvieren. Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) hat sich erstmalig für diesn Ort entschieden, da aufgrund der coronabedingten Einschränkungen andere Länder nicht infrage kamen, erklärte Chef-Bundestrainer Klaus Pohlen. 

„Der allgemeine Vorbereitungsblock ist nun vorbei. Wir müssen nun sepezifische Trainingsinhalte realisieren, das bedeutet viel Technikarbeit. Dabei ist es ein Unterschied, ob man Technik bei fünf Grad oder 25 Grad Wassertemperatur absolviert.“ Denn eines ist klar, „wir trainieren planmäßig alles ausgerichtet auf Olympia“, sagt Pohlen. 

Entsprechend sieht der Fahrplan aus. Nach La Réunion fliegen die Olympia-Starter, C1-Weltmeisterin Andrea Herzog (Leipzig), Kajakfahrerin Ricarda Funk (Bad Kreuznach) und Hannes Aigner (Augsburg) sowie die Ersatzboote Elena Apel im K1 und C1 (Augsburg) sowie Tim Maxeiner (Wiesbaden). Im C1 der Herren hatten die Deutschen das Olympia-Ticket bisher verpasst. Letzte Chance darauf sind die Europameisterschaften im Mai im italienischen Ivrea. Nach La Réunion fliegt zudem auch der C1-Weltmeister von 2018, Franz Anton (Leipzig). Der Weltranglistenerste im C1, Sideris Tasiadis (Augsburg) verzichtet auf den Warmwasserlehrgang. 

Anfang April, so es die Corona-Pandemie zulässt, ist der erste Lehrgang dieses Jahres in Tokio geplant.

Text: Uta Büttner, Foto: Thomas Lohnes

Funk setzt sich DM-Krone auf

Bad Breisigerin gewinnt EM-Qualifikation und Deutsche Meisterschaft im Kanu-Slalom.

Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) brillierte nach der Corona-Pause im Wildwasserpark Markkleeberg mit einer furiosen Siegesserie. Die Olympiastarterin präsentierte sich stabil auf höchstem Niveau und bestätigte mit sechs Starts und sechs Siegen ihre Qualifikation für die kommenden Europameisterschaften. Das letzte Rennen der Wettkampfserie wurde gleichzeitig als Deutsche Meisterschaft gewertet. Die Rheinländerin entschied das DM-Finale mit satten 4,55 Sekunden Vorsprung für sich. „Ich bin super zufrieden, ich wüsste nicht, was ich hätte noch besser machen können. Ich konnte meine Leistung aus dem Vorlauf noch einmal wiederholen, hab sogar noch ein klein wenig zulegen können“, erklärte Funk. Platz zwei ging an Elena Apel (Augsburg), Dritte wurde Lisa Fritsche aus Halle.
Die Europameisterschaften sollen in Prag vom 18. bis 20. September unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden.

Ricarda Funk im Interview mit dem MDR.


Ergebnisse Deutsche Meisterschaften

Ricarda FUNK KSV Bad Kreuznach 90.11

Elena APEL Kanu Schwaben Augsburg 94.66 +4.55

Lisa FRITSCHE BSV Halle 97.91 +7.80

Qualifikation Frauen Kajak für die EM 2020

Ricarda Funk, Elena Apel, Andrea Herzog

Tokio - Testwettkampfs

Olympia aufgeschoben

Die Kajakspezialistin aus Bad Breisig vom KSV Bad Kreuznach zur aktuellen Situation

In drei Kategorien stehen die Olympia-Teilnehmer fest. Ricarda Funk hatte bereits den Olympia-Quotenplatz bei den Weltmeisterschaften im September 2019 im spanischen La Seu d’Urgell erpaddelt und damit das Olympia-Ticket schon in der Hand. Dann wurden die Spiele auf 2021 verschoben.

Statement von Ricarda Funk zur Verschiebung der Spiele: Wir haben mit unseren Trainern einstimmig beschlossen, dass wir zunächst einmal runterfahren, etwas abschalten, das Ganze erstmal sacken lassen. Und vor allem um Kraft und Energie zu tanken, damit wir noch einmal einen komplett neuen Aufbau starten können. Wie das Sportjahr weitergehen wird, weiß ja derzeit keiner, wir sind da noch total in der Ungewissheit. Ich denke, dass es ganz, ganz wichtig ist, dass wir jetzt regenerieren.
Wir haben bis jetzt sehr hart trainiert, deshalb muss vor allem auch der Kopf herunterfahren und abschalten. In zwei Wochen wollen wir spätestens wieder ins Training einsteigen, dann versuche ich das Training so gut es geht durchzuziehen.
Man weiß zwar nicht, wie sich die Lage entwickelt, aber ich denke, dass ich dann ganz normal wieder auf das Wasser kann und ansonsten versuche ich mein Kraft- und Allgemeinathletiktraining so kreativ wie möglich zu gestalten. Drer Kraftraum ist gesperrt, also versuche ich mir mit anderen Materialien zu helfen, um das Kreaftniveau einigermaßen zu halten. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ich habe mir jedenfalls einige Matrialien beschafft, mit dennen ich mir mein eigenes Programm aufgebaut und zusammengestellt habe. Dennoch machen wir uns schon Sorgen, wie lange diese Situation anhält, weil nichts planbar ist.
Aber das geht ja allen so.

Funk gelingt Saisonauftakt in Down Under

Funk gelingt Saisonauftakt in Down Under

Kajakspezialistin Ricarda Funk gewinnt Silber im australischen Penrith.

Im Australian-Open-Finale lieferten sich Lokalmatadorin Jessica Fox und Ricarda Funk ihr jährliches Duell. Nach zwei Siegen in den Qualifikationsläufen legte die Rheinländerin erneut eine Bestzeit hin, handelte sich aber vier Strafsekunden ein. Fox blieb hingegen fehlerfrei und entschied mit 1,97 Sekunden Vorsprung den Wettkampf für sich. Die Französin Camille Prigent wurde dritte. Funk zeigte sich trotz des verpassten Sieges zufrieden: „ich musste im Finale auf Risiko fahren, nur so ist Jessica auf ihrer Heimstrecke zu schlagen. Und nach dem ersten Fehler habe ich das Tempo nochmal angezogen, mit dem Risiko, erneut eine Berührung zu machen“.

Ergebnisse Australien Open Kajak der Frauen
1- Jessica FOX- AUS (0) 97.87 0.00
2- Ricarda FUNK – GER (4) 99.84 +1.97
3- Camille PRIGENT – FRA (0) 103.71 +5.84
4- Elena APEL – GER (2) 105.44 +7.57

Training auf dem Rhein in Bad Breisig

Vom Rhein nach Tokio

Aufgewachsen in Bad Breisig ist Ricarda Funk die deutsche Wildwasserspezialistin, die im Kajak bei den Olympischen Spielen in Tokio um Medaillen paddelt. Nach einem harten Qualifikationsjahr verbrachte die Rheinländerin nun einige Trainingseinheiten auf dem Rhein, der bis 2013 ihr hauptsächliches Trainingsgewässer war. „Das ist ein Training bei den Ursprüngen. Hier habe ich unzählige harte Ausdauereinheiten absolviert. Aber ich liebe es, hier gibt es nur mich und das Wasser.“ Ab dem 1. Januar steht dann ein Trainingslager in Prag an, bevor es Mitte Februar zum Saisonauftakt nach Sydney zu den Australien Open geht. Der nächste Meilenstein ist die Europameisterschaft in London vom 15. bis 17. Mai. Anschließend dreht sich alles um die anstehenden Olympischen Spiele in Tokio. Die Wettbewerbe im Kanuslalom finden vom 26. bis 31. Juli statt.

Training auf dem Rhein in Bad Breisig
Training auf dem Rhein vor der Rheinpromenade in Bad Breisig
Tokio - Testwettkampfs

Gelungener Olympiatest in Tokio 

Funk siegt beim Olympiatestlauf im Einerkajak der Frauen. 
Nachdem der 21. Taifun der Saison über Tokio hinweggefegt war und für einen Abbruch der Qualifikationswettkämpfe gesorgt hatte, war der Rheinländerin Ricarda Funk mit Siegen im Halbfinale und Finale die Olympia-Generalprobe gelungen. „Das war ein außergewöhnlich schwerer Kurs“, erklärte Funk. „Die Streckendesigner haben wirklich alles aus der Strecke herausgeholt; von daher kann ich mit nur einem Fehlerzufrieden sein.“ Funk kassierte nach einer Torstabberührung im mittleren Abschnitt 2 Strafsekunden und startete eine Aufholjagd. Am Ende siegte sie mit einem Vorsprung von 1,07 Sekunden vor der Tschechin Amalie Hilgatova. Die Neuseeländerin Luuka Jones (+1.56) wurde dritte.Die 200 Meter lange künstliche Wildwasserstrecke des Kasai Canoe Slalom Center wurde eigens für die Olympischen Spiele 2020 erbaut und liegt nahe am Zentrum Tokios. Während der Spiele finden dort an sechs Wettkampftagen die vier Entscheidungen um die Medaillen im Kanuslalom statt: Kajak (K1) Männer und Frauen sowie Canadier (C1) Männer und Frauen.
Ergebnisse:
–  1 FUNK Ricarda GER 2 103.28  0.00-  2 HILGERTOVA Amalie CZE 2 104.35 +1.07-  3 JONES Luuka NZL 0 104.84 +1.56

Funk holt Olympiastartplatz im Einerkajak

Funk holt Quotenplatz bei WM in Spanien

Funk verpasst ihre dritte WM Medaille holt aber Olympiastartplatz im Einerkajak

Bei der Kanuslalom-WM im spanischen SEU de Urgell ging es nicht nur um Medaillen, sondern auch um einen der 18 Nationenstartplätze für Olympia.

Die Breisigerin Ricarda Funk war schnellste im Halbfinale der Frauen-Kajaks, landete aber am Ende nur auf Rang fünf. Sie fuhr etwas mit angezogener Handbremse, denn sie hätte den bereits sicher geglaubten Startplatz auf der Zielgeraden noch verlieren können. Grund war die umstrittene Doppelstarterregelung, da Doppelstarterin Elena Apel (Augsburg) ebenfalls in das Kajak-Finale eingezogen war. Hätte Apel den Quotenplatz auf sich verbucht und am nächsten Tag im Einercanadier auch, hätte Deutschland in einer der beiden Disziplinen einen Olympia-Platz zurückgeben müssen.

Dennoch zeigte sich Funk mit dem Ergebnis zufrieden. „Sicher hätte ich auch gern eine Medaille gehabt, aber so ist das in unserem Sport. Und mein großes Ziel habe ich erreicht“, so Funk. „Mich hat das Ganze mit der Quotenplatzregelung und den Doppelstartern ganz schön beschäftigt, deshalb musste ich heute unbedingt bestes deutsches Boot werden und daher etwas auf Sicherheit fahren“.

Weltmeisterin wurde Eva Tercelj aus Slovenien, Silber ging an die Titelverteidigerin Jessica Fox (Australien) und Bronze holte sich die Neuseeländerin Luuka Jones.