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Ricarda Funk: Sieg in Augsburg

Ricarda Funk gelingt die Generalprobe auf der diesjährigen WM-Strecke. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Kajak-Einer strahlte nach ihrem Finallauf. „Es war ein fast optimaler Lauf“, sagte die 30-Jährige voller Freude. „Nur das letzte Aufwärtstor habe ich nicht so richtig gut erwischt. „Ich bin happy, dass mir so ein Lauf gelungen ist. Aber das muss immer wieder aufs Neue geschafft werden.“ Funk gewann mit rund 8 Sekunden Vorsprung. Stefanie Horn aus Italien paddelt auf Rang zwei.  Dritte wurde Teamkameradin Elena Lilik. Foto: Ricarda mit WM-Maskottchen „Gustl“. Die diesjährige WM findet vom 26. bis 31. Juli auf der Olympiastrecke von 1972 statt, 50 Jahre nach den Spielen von München. Foto von Thomas Lohnes.

Erstes Boot signiert

Olympiasiegerin Ricarda Funk hat am vergangenen Samstag in ihrem ersten Verein (WSV Remagen) ihr erstes Boot signiert. Der Verein hatte das Sportgerät über Jahre sorgsam aufbewahrt. „Das gibt es wohl kaum ein weiteres Mal, dass ein Kinderboot so lange überlebt“, staunte Funk. Zumal das Boot bereits damals schon ein echter Oldi war. „Die Konstruktion aus dem Jahr 1981 wurde von den Ingenieuren besonders flach gestaltet, weshalb sich das Boot auch gut als Kinderboot eignete“, erklärte die Rheinländerin. Mit ihrem Oldtimer gewann die damals 10-jährige 2002 ihre erste Deutsche Schülermeisterschaft im bayrischen Rosenheim für den Wassersportverein Remagen. 19 Jahre später – 2021 – holte sie (jetzt mit Top-Material) bei den Olympischen Spielen in Tokio die Goldmedaille im Kanuslalom und wurde im gleichen Jahr Weltmeisterin. Der Verein beabsichtigt, das Kajak im Clubraum auszustellen.
(THF)

Funk sichert sich Ticket für Heim-WM

Die Top-Favoriten Funk und Lilik haben sich am Samstag nach drei von vier Qualifikationsläufen für die Weltmeisterschaften in Augsburg bereits ihren Startplatz gesichert. Bei den Kajak-Damen siegte erwartungsgemäß Olympiasiegerin Ricarda Funk (Bad Breisig/Bad Kreuznach) erneut vor der WM-Zweiten Elena Lilik (KS Augsburg). Hinter Funk und Lilik gab es ein Gerangel um den noch verbliebenen Startplatz für das dritte Boot, den sich am Ende etwas überraschend Jasmin Schornberg vom KR Hamm sicherte. Die erfahrene 36-Jährige konnte sich aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung auf dem Eiskanal durchsetzen. Funk, Lilik und Schornberg werden bei der WM  vom 26. bis 31. Juli auf der Olympiastrecke von 1972 in Augsburg an den Start gehen. 

Foto: Büttner

Boot der Olympiasiegerin im Münchener Museum

Das Boot von Olympia- und WM-Boot von Ricarda Funk ist ab sofort in der Ausstellung „Design für Olympia“ in der Neuen Sammlung/Pinakothek der Moderne in München zu sehen.

Was bedeutet es für dich, dass dein Boot in der Ausstellung in München gezeigt wird? 

Das ist megacool. Das zeigt das Interesse am Kanuslalom. Jetzt können sich die Leute mal anschauen, wie das überhaupt aussieht. Wie unsere Boote aufgebaut sind, welche Maße die haben. Das kann man sich aus dem Fernsehen kaum vorstellen. 

Pressefragen:

Was für ein Boot hast du? Wie groß und schwer ist es?

Der Name ist Vajda Salto 3 in der Größe S. Salto, denke ich, weil es schnell dreht, mehr drehen soll. Es wiegt neun Kilo. Ich weiß es sogar ganz genau, es wiegt 9,04 Kilo. Denn bei den Olympischen Spielen in Tokio haben wir bei der offiziellen Bootsvermessung im Vorlauf einen Aufkleber bekommen. Und da hat mir die Dame 9,04 draufgeschrieben. Auf dem Aufkleber stand auch die Startnummer, Startnummer zwei war ich. Es ist 60 Zentimeter breit und 3,50 Meter lang. 

Warum hattest du dieses Boot gewählt? 

Ganz klar, weil ich mich darin einfach am wohlsten gefühlt habe. Man muss mit dem Boot eins sein. Man muss jede Kante ganz extrem spüren, als wenn es mein Körperteil wäre. Auch wenn es die gleichen Boote sein sollten, muss man sagen, kein Boot gleicht dem anderen. Es gibt immer minimale Unterschiede. Und auf dem Niveau, wo wir unterwegs sind, da spürt man auch die kleinsten Unterschiede, die schon allein dadurch entstehen, wenn man längere Zeit mit einem Boot fährt. Das Material entwickelt sich mit. 

Wer hat das Design entworfen, warum diese Farben und Formen?

Das farbliche Design habe ich damals entworfen. Ich erinnere mich ziemlich gut daran. Das war im Winter 2013. Die Farbkombination sollte eigentlich ein bisschen pastelliger sein, also ein bisschen heller. Aber leider bietet mein Bootshersteller nur diese zwei Farbtöne an. Aber generell fand ich die Farbkombination rosa und pastell-orange sehr, sehr schön. 2013 habe ich das Boot bestellt und seit 2014 bin ich mit meinen Farben unterwegs. Das Boot war für Tokio bestellt.

Presse: Sieg in Hüningen

Mit sechs Sekunden Vorsprung fährt Ricarda Funk ihren zweiten Weltranglistensieg in diesem Jahr ein. Die 29-jährige Sportsoldatin gewann im französischen Huningue (Hüningen) souverän mit rund sechs Sekunden Vorsprung. Platz zwei belegte die Italienerin Stefanie Horn vor der Augsburgerin Elena Lilik. Funk knüpft damit nahtlos an ihren Olympiasieg und WM-Titel an.

Bayerischer Verdienstorden

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeichnete im Antiquarium der Münchner Residenz u. a. Ricarda (rechts) mit dem Bayerischen Verdienstorden aus – eine Ehrung, die nur 2000 lebende Menschen gleichzeitig tragen dürfen.

Dazu gehörten in diesem Jahr zahlreiche Sportlerinnen und Sportler. Zum Beispiel der frühere Skirennläufer Christian Neureuther, die Rennrodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger, die Radrennfahrerin Lisa Brennauer und unsere Wahl-Augsburgerin Ricarda. Es ist schon erstaunlich, wieviel Wertschätzung der Sport in Bayern erfährt.

Stürmischer Saisonstart auf La Réunion

Olympiasiegerin Ricarda Funk startet mit einem Sieg in die Saison 2022. Die gebürtige Ahrweilerin hatte sich bereits einige Wochen zuvor in dem französisches Übersee-Département auf die kommende Wettkampfserie vorbereitet. Rund 150 Starterinnen und Starter aus zehn Nationen hatten sich zur ersten internationalen Standortbestimmung auf der etwa 700 km östlich von Madagaskar gelegenen Vulkaninsel getroffen. Funk gewann erwartungsgemäß mit etwa 2,38 Sekunden Vorsprung vor ihren Teamkolleginnen Elena Lilik (Augsburg) und Andrea Herzog (Leipzig).
Der Wettkampf fand unter den Ausläufern des Zyklons Batsirai statt. Dieser Sturm hatte in den vergangenen Tagen für allerhand Wirbel und Trainingsunterbrechungen gesorgt.

85,44 (2) R. Funk
87,82 (0) E. Lillik
88,87 (0) A. Herzog

Pauken & Paddeln

Das Rhein-Gymnasium Sinzig feierte 2021 seinen fünfzigsten Geburtstag. In der Festschrift hat auch Ricarda ihren Platz gefunden. Dort befindet sie sich in bester Gesellschaft mit ehemaligen prominenten Schülern wie Christian Blüm (Mitglied der Kölner Band Brings) oder Klaus Badelt (Komponist der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“). Dazu gibt es auch eine Story, wie sie dramatischer kaum sein kann: Während Ricarda in Tokio im Wildwasser zum olympischen Gold paddelt, versinkt das Rhein-Gymnasium Sinzig durch die Furie der wilden Ahrwasser und wird schwer beschädigt.

Abbildung 1: Die Ahr unweit des Rhein-Gymnasiums im unzerstörten Zustand Frühjahr 2021.

Abbildung 2: Auszug aus der Festschrift.

Trainingslager auf La Réunion

Olympiasiegerin Ricarda Funk bereitet sich auf die Saison 2020 vor.

Übersetzt bedeutet Île de la Réunion soviel wie „Insel der Zusammenkunft“. Das ist in diesen Tagen wörtlich zu nehmen. Da der übliche erste Warmwasser-Lehrgang der Slalomkanuten auch in diesem Jahr nicht in Australien möglich ist, weichen viele Slalom-Teams auf das französische  Übersee-Département aus. Der französische Kanuverband betreibt auf der Vulkaninsel, die etwa 700 km östlich von Madagaskar im Indischen Ozean liegt, schon seit einigen Jahren eine hochmoderne Wildwasser-Sportanlage. Ihren Mehrwert entfaltet die Kanustrecke durch die sommerlichen Temperaturen zur europäischen Winterzeit. Diesen Mehrwert will unsere Gold-Kanutin dieses Jahr mehrfach nutzen und lässt deshalb gleich ein Boot Vorort.

Platz drei beim „Sportler des Jahres“

Olympiasiegerin Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach hat bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres den dritten Platz belegt. Weitspringerin Mihambo landete erwartungsgemäß vor ihr. Silber ging an die Ringerin Rotter-Focken. Insgesamt hatten über 3.000 deutsche Sportjournalisten die Sportlerin, den Sportler und die Mannschaft des Jahres gewählt. Sie wurden in Baden-Baden geehrt. Auf dem Foto Ricarda Funk mit Alexander Zverev.

Empfang in Bad Kreuznach

Nach dem Olympiasieg und ihrem Weltmeister-Titel wurde Ricarda Funk von Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer auf dem Kreuznacher Kornmarkt empfangen.

Der Verein KSV Bad Kreuznach ist seit vielen Jahren ihr sportliches „Zuhause“.  Im offenen Cabrio kutschierte zunächst Fitnessunternehmer Merkelbach Ricarda an die Nahe, bevor es dann mit offenen Booten flussabwärts ging. An diesem Tag brauchte die Olympiasiegerin allerdings nicht selbst paddeln. Das übernahm das Team des Vereins in offenen Booten mit Live-Musik und Verpflegung bis zu den Brückenhäusern. Empfang und Ehrung erfolgte durch Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer auf eigens errichteter Bühne. Die Laudatio für den Deutschen Kanu-Verband hielt Chef-Trainer Klaus Pohlen. Auch Sportwart Walter Senft (KSV) ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte auszurichten. Den Höhepunkt bildete der Eintrag in das „Eiserne Buch“ der Stadt.

Das Goldene Buch

Das Goldene Buch ist der Speicherort der Ehrengäste einer Stadt oder Landkreises. Ricarda durfte sich in der Stadt Augsburg nach ihrem Olympiasieg und WM-Titel in die Ehrenreihe der berühmten Fuggerstadt eintragen.

Kanu-WM in Bratislava – Geschichte wird gemacht

Zum ersten Mal in der Geschichte des Kanu-Slaloms gibt es eine Olympiasiegerin und Weltmeisterin im gleichen Jahr. Olympiasiegerin Ricarda Funk wird Weltmeisterin und Elena Apel (Augsburg) holt Silber. Gold und Silber – besser kann es fūr das deutsche Team nicht laufen. 

Durch die Verschiebung der Olympischen Spiele um ein Jahr war nun erstmals ein WM-Titel und Olympiasieg im selben Jahr möglich geworden. Ricarda hat diese historische Chance genutzt und zu ihrem Gold von Tokio auch noch den WM-Titel hinzugepackt. Trotz 2 Strafsekunden am vorletzten Abwärtstor reichte es mit 2,51 Sekunden Vorsprung zum Sieg in Bratislava. 

„Es ist verrückt, ich war so im Fluss bei meinem Rennen und dann sah ich die Zeit im Ziel und ich war einfach nur glücklich“, so die Rheinländerin in der Leaders Box. Dauerkonkurrentin Jessica Fox (Australien) kegelte sich mit 50 Strafsekunden bereits im Halbfinale aus dem Rennen.

Foto: Franz Anton.

WM-Auftakt gelungen

Souverän präsentierte sich Kajak-Spezialistin Ricarda Funk  zum WM-Auftakt in Bratislava. Mit einem fehlerfreien Lauf reihte sich die Tokio-Olympiasiegerin hinter die WM-zweite von 2019 Jessica Fox ein.

Funk kann historisch erstmals und vermutlich auch einmalig, im gleichen Jahr auch den Weltmeistertitel holen. Möglich ist dies durch die einjährige Verschiebung der Sommerspiele. Denn normalerweise finden im Olympia-Jahr keine Weltmeisterschaften statt.

Das Halbfinale und Finale findet am Samstag ab 09:00 Uhr statt.

Slalom Extreme

Auch der Auftakt in der neuen Disziplin ”Slalom-Extreme” (CSLX) ist gelungen. Funk setzt bei ihrem CSLX WM-Debüt im Einzellauf die Bestzeit. Ob das allerdings aussagekräftig für den Kampf Boot gegen Boot bzw. Frau gegen Frau ist, wird sich noch zeigen. Denn in den Finalläufen fahren gleich vier Boote gemeinsam und müssen sich im direkten Fight gegeneinander durchsetzen.

Ergebnisse auf:

https://www.canoeicf.com/canoe-slalom-world-championships/bratislava-2021/results

Live-Video: https://www.canoeicf.com

Text Thorsten Funk

Ricarda Funk holt sich Olympiagold

Ricarda hat mit ihrer olympischen Goldmedaille das erste Gold überhaupt für Deutschland in Tokio 2020+1 geholt.

Es waren bewegende Momente für die 29-jährige Rheinländerin, die so lange auf ihren ersten Start bei Olympischen Spielen gewartet hatte. Es war seit vielen Jahren ein Auf und Ab der Gefühle. 2016 als Weltcup-Gesamtsiegerin die Spiele in Rio verpasst, schaffte sie es 2019 endlich, sich zu qualifizieren. Dann kam die Corona-Pandemie – und dann das Warten, ob die Spiele in Tokio überhaupt stattfinden. „Ich glaube es erst, wenn ich an der Startlinie stehe“, hatte Rici irgendwann gesagt. Nach dieser Achterbahn der Gefühle reitet sie auf den wilden Wellen im Kanal in Tokio zu Olympiagold und erfüllt sich damit ihren größten Traum, „den Lauf ihres Lebens bei Olympia“, wie sie vor den Spielen sagte.

Foto: P. Reichenbach